Drehzahlüberwachung

von Walter Schmidt

 

Die Drehzahlüberwachung ist für einen Flugzeugmotor besonders wichtig. Die verwendeten Drehzahlmesser sind recht teuer, und meistens ungenau, häufig liegt die Ursache für die stark schwankende Anzeige nicht am Drehzahlmesser sondern an der Drehzahlerfassung. Die Impulse für die Drehzahlerfassung werden am Generator, an der Zündspule oder direkt am Zündkabel entnommen und häufig durch die Zündung gestört.

Ich hatte von den ewigen Schwankungen die Nase voll und zur Erzeugung der Impulse für die Drehzahlmessung ein Aluminiumring siehe Bild (1) am Schwungrad angebracht und die Drehzahl mit einem digitalen Drehzahlmesser für Dieselmotore von Conrad Elektronik erfaßt. Bei dem dazugehörigen Impulsgeber handelt es sich um einen Readkontakt. Der Readkontakt fängt bei etwa 4.000 U/min an zu flattern (schon wieder keine zuverlässige Anzeige), Abhilfe schafft ein unipolarer Hallsensor (Bild 3). Der Hallsensor registriert Magnetfelder und gibt klares störsicheres Signal aus. Beim Drehzahlmesser 84 24 78-88 wird die Impulsleitung als Signal gegen Masse geschaltet (Bild 3a). Wird ein Stromstoß als Signal benötigt siehe (Bild 3b). Für den Rotax 582 mit Getriebe 3:1 läßt als Impulsgeber ein Adapter siehe Bild (4) leicht anfertigen und installieren. Bei anderen Untersetzungen wird eben die Propellerdrehzahl gezählt, (wie bei den Großen), dann aber nur einen Magneten und ein gleich großes Gegengewicht aus austenitischem Edelstahl 1.4301, 1.4541 oder 1.4571 verwenden.

 



Die alternative Billig-Lösung mit Fahrradcomputer

Als alternative Billiglösung kann man mit einem Frequenzteiler 5:1 einem Hallsensor H501 und einem einfachen Fahrradkomputer einen billigen Drehzahlmesser bauen. Wenn man z.B: für 5.000 U/min als Anzeige 50.0 km/h – also den angezeigten Wert mit 10 multipliziert, akzeptiert und sich nicht von km/h irritieren läßt. Ein Fahrradcomputer ist praktisch ein stufenlos verstellbarer Zähler, als Massenware ist er konkurrenzlos billig und bietet zusätzlich noch eine Uhr und Stoppuhr.

Beispiel:

Wird beim R582 oder R912 der Impuls an der Propellerwelle mit dem Adapter (4a) abgegriffen werden für 3.000U/min des Motors am Getriebe 3000 : 3 = 1000 Imulse / min gezählt das sind 60.000 Impulse in der Stunde. Wenn 60.000 Impulse pro Stunde 30.000 m (30 km/h) entsprechensoll, muß der Radumfang 30000 : 60000 = 0,5 Meter betragen. Die billigen Computer können aber nur 1,3 -1,99 m verarbeiten, die abgegebene Frequenz muß also geteilt werden. Schaltbild für Teiler 5 : 1 siehe unten. 3000 U/mim : 3 (Getriebe) : 5 (Frequenzteiler) x 60 =12000 Impulse / Stunde Radumfang = 30000 m : 12000 Impulse = 2,5 Meter das kann der Fahrradcomputer beherrschen. Bei anderen Getriebe Untersetzungen z.B.: 2,3 : 1 beträgt der Radumfang = 1,916 Meter – vom Fahrradkomputer auch beherrschbar. Als Zusatz-Drehzahlmesser wird kein Prüfer diese Billiglösung beanstanden.


 

 



Viel Spaß

W. Schmidt
fliegerschmidt@t-online.de


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